Read Kulturen der Epigenetik: Vererbt, codiert, übertragen by Vanessa Lux Online

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doctype html public w3c dtd html 4.0 transitional en Epigenetik untersucht Fragestellungen, die auf der Schwelle zwischen Theorien kultureller bertragung und biologischer Vererbung angesiedelt sind und fordert damit eine neue interdisziplin re Debatte heraus Die Beitragenden aus Biochemie, Bioinformatik, Genetik, Medizin, Neurowissenschaft, Psychologie, Philosophie, Ethnologie, Kultur und Literaturwissenschaften, Wissenssoziologie und Wissenschaftsgeschichte stellen sich systematisch den aus der Epigenetik hervorgehenden Herausforderungen Wie ist aktuell das Verh ltnis zwischen Kultur und Natur, zwischen Tradierung, bertragung und Vererbung zu bestimmen...

Title : Kulturen der Epigenetik: Vererbt, codiert, übertragen
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ISBN : 9783110554496
ISBN13 : 978-3110554496
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : De Gruyter Auflage 1 26 Juni 2017
Number of Pages : 324 Seiten
File Size : 884 KB
Status : Available For Download
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Kulturen der Epigenetik: Vererbt, codiert, übertragen Reviews

  • Volkmar Weiss
    2018-11-04 17:31

    Als 2003 das Human Genome Project die Entzifferung des Gencodes als abgeschlossen verkündete, war das eine voreilige Übertreibung. Zwar wurden in den Folgejahren mit Hilfe der nun weltweit zugänglichen Datenbanken zahlreiche Genwirkungen, insbesondere seltene Erkrankungen, aber auch für die Hautfarbe und Blutgruppen, eindeutig genetischen Polymorphismen zugeordnet, aber für wichtige Eigenschaften, wie den IQ und relativ häufige psychische Erkrankungen, wie Schizophrenie, blieben überzeugende Entdeckungen vollständig aus. Die Forschung entdeckte das GIGO-Syndrom und verlor sich in der Behauptung von hunderten oder tausenden kleinen Genwirkungen, die sich angeblich zu IQ-Unterschieden addieren oder Psychosen zugrunde liegen, selbstverständlich mit einer großen oder viel größeren Umweltwirkung. Diese noch bestehende Erkenntnislücke der Klassischen Genetik ist das Tor, durch das die sogenannte Epigenetik einfällt und naturwissenschaftliches Kausaldenken und -forschen aufzulösen versucht.Für Marxisten, die von einer direkten Beeinflussung der Welt durch Wille und Vorstellung ausgehen, sind die Erkenntnisse der Genetik seit jeher ein schwer verdauliches Übel. In den Jahren nach 1950 wurde deshalb die Doktrin der Vererbung erworbener Eigenschaften in den Schulen und Hochschulen der kommunistischen Staaten erwünschter oder allein zugelassener Lehrstoff, im Gegensatz zum 'reaktionären Mendelismus-Morganismus'. Mit dem Fortschreiten der Wissenschaft Genetik mußten die Marxisten zwar vom Lyssenkoismus abrücken, was aber z. B. eine mögliche oder wahrscheinliche erbliche Grundlage der Denkkraftunterschiede, also des IQ, anbetrifft, so sind die Marxisten nie von ihrer Grundüberzeugung abgerückt, es gäbe dafür keine genetischen Grundlage. Schon in der Einleitung auf S. XIV lassen die Herausgeber die Katze aus dem Sack: 'Die Epigenetik nährt die Hoffnung auf eine Ende des genetischen Determinismus'. Nährt die Hoffnung!Zweck des Sammelbandes ist es, seine destruktive Zielstellung mit dem Mantel der Wissenschaftlichkeit zu tarnen. Während um 1950 im Westen namhafte Wissenschaftler gegen den Lyssenkoismus agierten, merken 2014 viele Wissenschaftler gar nicht mehr, vor welchen Karren sie sich spannen lassen. In Einzelfragen befangen, freuen sie sich, daß sie einen Vortrag halten und einen Beitrag für einen Sammelband liefern dürfen. Sicher gibt es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als sich unsere Schulweisheit und der klassische Mendelismus träumen läßt, aber die Aufgabe eines Naturwissenschaftlers ist Erkenntnis und nicht die Förderung der sozialen Gleichheit.