Read Systemtheorie, Diskurstheorie und das Recht der Transzendentalphilosophie: Kant - Luhmann - Habermas (Epistemata Philosophie) by Miguel Torres Morales Online

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Die theoretischen Bem hungen Niklas Luhmanns konzentrieren sich auf theoretische und praktische Rationalit t Komplexit tsreduktion, Kontingenzregulation als empirische Aktualit t und auf die entsprechende M glichkeit einer konstruktiven Systematizit t Luhmann deutet den rationalit tstheoretischen Zentralbegriff der Kommunikation nicht als Ausdruck subjektiver Vernunft oder Konsensbereitschaft, sondern setzt ihn als objektiv g ltigen Leitbegriff systemsoziologischer Reflexion voraus ber den Akt der Setzung wird nicht weiter reflektiert, er bleibt der blinde Fleck der Luhmannschen Theorie Der sich als undogmatisch verstehende sozialphilosophische Standpunkt von J rgen Habermas oszilliert zwischen Sprachphilosophie, Gesellschaftstheorie und faktischem Normativit tsrekurs Das Hinausgehen der Systemtheorie und der Diskurstheorie der Gesellschaft ber das Paradigma der transzendentalkritischen Reflexion l t sich angesichts ihrer Reflexionsdefizite und ihres Dezisionismus auf eine im Grunde irrationale Verweigerung zur ckf hren....

Title : Systemtheorie, Diskurstheorie und das Recht der Transzendentalphilosophie: Kant - Luhmann - Habermas (Epistemata Philosophie)
Author :
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ISBN : 3826022866
ISBN13 : 978-3826022869
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : K nigshausen u Neumann 1 Februar 2002
Number of Pages : 467 Pages
File Size : 980 KB
Status : Available For Download
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Systemtheorie, Diskurstheorie und das Recht der Transzendentalphilosophie: Kant - Luhmann - Habermas (Epistemata Philosophie) Reviews

  • None
    2018-11-08 13:50

    Laut Luhmann ,,tanzt das eigene Bewußtsein wie ein Irrlicht auf den Worten herum...." (Vortrag, ,,Was ist Kommunikation?"Torres Morales macht klar, dass der Luhmannsche Begriff der Kommunikation im Gegensatz zum Habermaschen Kommunikationsbegriff frei von normativen und ideologischen Bewertungen ist. "Kommunikation ist eine unausweichliche soziale Operation, die zwangsläufig in Gang gesetzt wird wenn immer sich soziale Situationen bilden. Nur die Kommunikation an sich kann in so fern kommunizieren, da die Kommunikation neue Kommunikation hervorruft bzw. weitertreibt."Die Luhmannsche Unterscheidung zwischen Wahrnehmung und Kommunikation wird in der Einleitung hervorgehoben. Wahrnehmung liegt vor, wenn eine Aussage nicht anschlußfähig ist, also keine weiteren aussprechbaren Gedankengänge hervorruft. Wenn eine Aussage aber anschlußfähig ist, dann ist sie Anlaß zur Kommunikation. Eine Aussage, die unter Wahrnehmung fällt, existiert also nur im Bewußtsein und bleibt dem Kommunikationssystem verschlossen. Man kann behaupten, dass es außerhalb der Kommunikation keine Information, keine Mitteilung und kein Verstehen gibt - und zwar im Sinne wechselseitiger Voraussetzung.Die aussergewöhnlich lange Erläuterung der Rechtssoziologie schien mir für die Argumentation nicht gerade notwendig. Trotzdem ist es eine fundierte Arbeit und lohnende Lektüre.

  • Miguel Torres
    2018-10-29 19:47

    Der Autor erläutert in geduldiger Arbeit die Genese und Intention der Luhmannsschen Systemsoziologie, die in der Nachfolge Webers als die Einheit von theoretischer und praktischer Rationalität gedeutet wird. Dabei kommt als erstes Ergebnis heraus, dass die Denkanstrengung Luhmanns der von ihm perhorreszierten alteuropäischen Tradition im Grunde treu geblieben ist. Die Beobachtungsstrategie Luhmanns waere demnach nichts anderes als die Kontinuitaet des kantischen Bewusstseinparadigmas. Dagegen erwiese sich die Habermassche Arbeit als ein kontingentes Konvolut herumtappender Initiativen, die weder streng systematische Einheit noch Plausibilitaet erreichen konnten. Die Analyse des „Kommunikations"begriff bringe dieses deutlich zum Ausdruck.Die Bewaeltigung des ungeheuren Texmaterials (mit Ausnahme der in den letzten Jahren erschienenen Werke von Luhmann und Habermas) geht mit einem nuechternen, deskriptiven Impetus einher, so dass man geneigt ist, die Arbeit im nachhinein als die Zusammenstellung verschiedener Lexikonartikel aufzufassen.

  • Amazon Customer
    2018-10-29 21:45

    Schwieriger Einstieg, beste Luhmann Darstellung seit Detlef Horster und Reese-Schaefer. Demontiert das Habermassche Denkgebäude. Ziemlich ertragreich.