Read Einführendes Wörterbuch zur Lacanschen Psychoanalyse by Dylan Evans Online

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Der Verlag ber das Buch Nicht nur Begriffsdefinitionen, sondern auch eine Chronologie der Lacanschen Werke und andere Arbeitsunterlagen stellt dieses Buch zur Verf gung Ich selbst war begeistert, eine Auflistung der 27 Seminare Lacans, von denen doch so viele noch unpubliziert sind, vorzufinden Die minuti se Aufmerksamkeit aufs Detail ist von einer Art, da viele versucht sein werden, das Buch f r unentbehrlich zu halten G Flaxman Psychoanalytic Books, 9 1998 Mit Betonung auf der klinischen Basis von Lacans Arbeit ist Dylan Evans W rterbuch die ideale Einf hrung in und Begleitung zu den wesentlichen Begriffen und Ideen des Lacanschen Werks f r Leser aus allen Bereichen, in denen sein Einflu sp rbar ist An ber 200 Stichworten werden Lacans eigene Terminologie und sein Gebrauch der Freudschen psychoanalytischen Begriffe erkl rt und in den historischen und institutionellen Kontext gestellt Ebenso werden Bez ge der Urspr nge seiner Konzepte zu den Arbeiten von Freud, Saussure, Hegel und andern hergestellt Eine kurze Chronologie zu Jacques Lacans Leben und Werk runden das Bild ab Dylan Evans erfuhr seine Ausbildung in der Lacanschen Psychoanalyse in Buenos Aires, London und Paris Er unterrichtet psychoanalytische Theorie an der Universit t von Brunel und praktiziert in London....

Title : Einführendes Wörterbuch zur Lacanschen Psychoanalyse
Author :
Rating :
ISBN : 3851321901
ISBN13 : 978-3851321906
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Turia Kant Auflage 1 1 Januar 1998
Number of Pages : 195 Pages
File Size : 869 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Einführendes Wörterbuch zur Lacanschen Psychoanalyse Reviews

  • GH
    2019-03-17 05:50

    Es gibt Bücher, von denen man sich gar nicht mehr vorstellen kann oder will, dass es sie einmal nicht gegeben hat. Es sind die Bücher, die man beim geistigen Arbeiten ständig parat haben muss und in denen man immer wieder nachliest. So ein Buch ist etwa "Das Vokabular der Psychoanalyse" von Laplanche/Pontalis für die klassische Psychoanalyse und so ein Buch ist Evans "Wörterbuch der Lacanschen Psychoanalyse" für deren Lacansche Variante.Das "Wörterbuch" leistet zweierlei: Zum einen "erklärt" es einige der zentralen Lacanschen Termini, von "der andere/Andere" über den "Graph des Begehrens", "Objekt klein a", "Genießen" oder "Phantasma" bis zu "zerstückelter Körper". "Erklären" heißt, dass Evans die Entwicklung dieser Termini nachzeichnet, auf Bedeutungsverschiebungen oder Überlagerungen eingeht und auch Widersprüchlichkeiten und Ungereimtheiten anspricht. "Erklären" heißt nicht, dass nach der Lektüre eines Wörterbuch-Eintrages mit einem Male alles klar ist. Das ist bei vielen der Lacanschen Begriffe weder möglich, noch erwünscht, weil sich bekanntlich die Bedeutung eines Signifikanten immer erst nachträglich und immer nur vorläufig einstellt. Wer sich etwa so wie ich auch schon mit dem Terminus des "Phallus" herumgeplagt hat, wird nach der Lektüre des entsprechenden Eintrags noch immer nicht genau wissen, was es nun mit dem "Phallus" auf sich hat. Aber die vielfältigen Bezüge auf Themen wie "Begehren" oder "Genießen" werden nachvollziehbarer.Zum anderen macht das "Wörterbuch" deutlich, wie sich die Lacanschen Begriffe in ständiger Auseinandersetzung mit den zeitgenössischen Schulen der "Ichpsychologie" oder "Objektbeziehungstheorie" entwickeln und präzisieren. Die Theorie der Partialobjekte und des "Objektes klein a" verdankt sich offenbar nicht nur einer subversiven Relektüre Freuds, sondern auch dem Bedürfnis einer scharfen Gegenpositionierung zum "delirierenden Moralismus" (Lacan, zitiert nach Evans) der Objektbeziehungstheoretiker. Das ist übrigens ein Sure-Plus (oder ein Mehr-Genießen) der Lektüre des Wörterbuchs: Man findet so herrlich pointierte Zitate wie das oben erwähnte.Wer sich für Lacan interessiert, egal ob als Anfänger oder als Fortgeschrittener, kann im Moment 40 Euro nicht besser anlegen als durch den Kauf dieses Buches.

  • Michael Baumann
    2019-02-20 08:38

    Bei einer Lehre die so viele Umdeutungen und Begriffsneuerungen im Anschluss an Freud in die Psychoanalyse bringt, wie es das von Lacan tut, braucht es ab und zu eines Wörterbuchs um den einen oder anderen Begriff zu einem be-Griff zu bringen.Dies vor allen, wenn man einen Einstieg in den beinahe hermetisch geschlossenen Zirkel der Schriften Lacans sucht: es sehr schwierig in diesen Zirkel zu kommen: zu weitläufig und von Lacan's persönlicher Intuition geprägt sind die Texte, wie er selbst sagte "praktisch unlesbar". Vor allem seine Rekurse auf die Philosophie Korjéves, der in den 1930er Jahren in Frankreich eine einflussreiche linkshegelianische Hegelinterpretation vertrat, sowie Lacan's Interpretationsraster des Strukturalismus für die Psychoanalyse erschweren bei Nichtkenntnis dieser Philosophien das Lesen der Texte immens.Für das eine oder andere Problem mit den Texten bietet dieses Lexikon gute und schnelle "erste Hilfe"; man täusche sich aber nicht: nur das Nachschlagen einzelner Begriffe in einem Gewebe von Theorien, die die Subjekttheorie von Grund auf zu erneuern im Stande wären, verhilft nicht zu einem Gesamtverständnis der Lacan'schen Reflexionen. Das Buch fungiert mehr als Laufmasche: wenn man am Fädchen zieht, wird sie immer länger: wie die Begriffe, die hier erklärt werden: sie verleiten zum (weiter)Lesen der Texte von Lacan.Der Mangel des fünften Sterns erklärt sich aus der systematischen Fragmentarität von Werklexika: sie spiegeln allzuschnell nicht erreichbare Vollständigkeit.