Read Nur Versöhnung kann uns retten: Der furchtlose Einsatz von Erzbischof Simon Ntamwana für Frieden in Burundi by Angela Krumpen Online

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Die Welt ffentlichkeit schaute vor allem nach Ruanda, als auch in Burundi hunderttausende Menschen w hrend des V lkermordes starben Erzbischof Simon Ntamwana hat diese Trag die am eigenen Leib erfahren ber 100 seiner Familienmitglieder wurden get tet Er selbst kehrte nach der Priesterausbildung in Rom in eine traumatisierte Heimat zur ck, die keine Nachbarn, sondern nur noch Feinde kannte Ihm wurde bewusst Das einzige, was unser Land retten kann, ist der Weg der Vers hnung Er gr ndete ein Hilfswerk, das zu einem Hoffnungsanker f r zehntausende Menschen wurde Heute arbeiten in seiner Organisation Opfer wie T ter des V lkermordes Seite an Seite, um die Wunden der Vergangenheit zu berwinden Ihre Geschichten werden in diesem Buch erz hlt.Die bewegende Biografie eines der gro en Vers hner Afrikas, der unerschrocken f r Freiheit, Frieden und ein w rdevolles Leben eintritt....

Title : Nur Versöhnung kann uns retten: Der furchtlose Einsatz von Erzbischof Simon Ntamwana für Frieden in Burundi
Author :
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ISBN : 3863341864
ISBN13 : 978-3863341862
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : adeo Verlag 26 Februar 2018
Number of Pages : 582 Pages
File Size : 871 KB
Status : Available For Download
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Nur Versöhnung kann uns retten: Der furchtlose Einsatz von Erzbischof Simon Ntamwana für Frieden in Burundi Reviews

  • otegami
    2019-01-02 00:53

    Meine Gefühle beim Lesen dieses Buches wankten zwischen Entsetzen (über die einzelnen Schicksale und darüber, zu welchen Grausamkeiten Menschen fähig sind) und der Bewunderung und höchsten Anerkennung (für Erzbischof Simon Ntamwana). Selbst betroffen durch die Ermordung vieler seiner Familienangehörigen und immer in Gefahr, durch ein Attentat ermordet zu werden, setzt er auf Versöhnung und Frieden in Burundi statt die Spirale der Gewalt zu akzeptieren.Die Autorin Angela Krumpen reiste nach Afrika und hörte den Mitgliedern des Versöhnungswerks zu - Opfern und Tätern! Sie erfuhr, dass die Voraussetzung für die Aufnahme im Versöhnungswerk die eigene Versöhnung mit sich selbst und den Tätern bzw. Opfern ist. (Und dieser Weg war und ist mühsam und hart! Was da von jedem Einzelnen geleistet wurde, können wir nur ein wenig erahnen, wenn wir uns an unsere eigenen oft unnötigen, kleinlichen Rachegelüste erinnern!)Danach steht die Fürsorge für Witwen, Waise und Gefangene im Fokus. Außerdem stellen sie noch ihre Versöhnungsarbeit in Workshops und Vorträgen in Schulen, Universitäten und verschiedenen Einrichtungen vor.'Das Bild, den Täter wie einen Ertrinkenden anzusehen, dem man mit der Versöhnung einen Rettungsring zuwirft', hat sich auch bei mir eingeprägt und wird mich lange beschäftigen!Dieses Buch möchte ich am liebsten allen in die Hand drücken!!!! Unbedingte Leseempfehlung!

  • strickleserl
    2018-12-28 17:03

    Nicht nur, dass Burundi eines der ärmsten Länder der Erde ist; in den letzten Jahrzehnten gab es in diesem kleinen, ostafrikanischen Land immer wieder politische Turbulenzen und schwerwiegende Konflikte. Unzählige Opfer wurden in den Bürgerkriegen brutal niedergemetzelt, teilweise von Menschen, mit denen sie jahrelang friedlich zusammengelebt hatten.In diesem Buch porträtiert Angela Krumpen Erzbischof Simon Ntamwana, der sich in dieser bewegten Zeit in seiner Heimat für Versöhnung einsetzt. Obwohl die Autorin am Anfang des Buchprojekts nicht nach Burundi reisen konnte, da das zu gefährlich gewesen wäre, traf sie den Erzbischof und mehrere seiner Mitarbeiter in einem abgelegenen Haus im benachbarten Ruanda. In vielen Gesprächen sammelte sie Informationen über das Blutvergießen in Burundi, vor allem interessierte sie sich dafür wie Täter und Opfer Versöhnung erleben. Die Aufzeichnung dieser Gespräche bildet den Hauptteil dieses Buchs. Kurz wird auch über eine spätere Reise berichtet, bei der die Autorin die Armut dieser Menschen hautnah miterlebte. Eine schöne Ergänzung sind die farbigen Bilder in einem kurzen Bildteil.Schon als Kind hörte der Erzbischof von seinem Vater, „Sich zu versöhnen, bedeutet, sich anders zu erinnern, sich so zu erinnern, dass alle eine Zukunft haben.“ Mit seiner ganzen Kraft setzt er sich nun dafür ein, dass Menschen in seinem Land sich versöhnen. Er ist davon überzeugt, dass alle Menschen miteinander verbunden sind, und er sagt, „Und, das ist das Entscheidende, diese Menschlichkeit als Ganzes nimmt Schaden, wenn irgendeines seiner Mitglieder in seiner Würde beschädigt ist, genauer, sich selbst durch seine Tat beschädigt hat.“Aus diesem Grund fordert der Erzbischof die Opfer auf, sich mit den Tätern zu versöhnen. Das kann sogar bedeuten, dass das Opfer sich zuerst entschuldigt. Ein Mitarbeiter Simons erklärt es so; er würde jemandem, der ihn bestohlen hat, sagen, „… ‚Mein lieber Freund, wie kann ich dir helfen aufzuhören, als Dieb in der Welt zu sein? Wenn du weitermachst, wird man dich ins Gefängnis bringen. Wie kann ich dir helfen, diese schlechte Gewohnheit aufzugeben?“Neben der Beschreibung von abscheulichen Taten und schlimmen Erfahrungen durch lieblose Angehörige, sprechen Opfer und Täter immer wieder darüber, wie sie Versöhnung erlebt haben. Die Autorin kann das Gehörte kaum fassen. Wie ist Versöhnung, angesichts solcher Schandtaten, überhaupt möglich? Die Spannung zwischen konsequenter Versöhnungsbereitschaft und der Unbegreiflichkeit einer solchen Liebestat bleibt bis zum Schluss des Buchs bestehen.Der Schreibstil ist gut und fesselnd, auch wenn die Erzählweise ungewohnt ist. Es werden überwiegend Gespräche und Erinnerungen von Erzbischof Simon und seinen Mitarbeitern weitergeben. Durch die wechselnden Gesprächspartner ist es manchmal etwas schwer zu folgen, und einiges wird wiederholt.Das Buch bietet einen spannenden Einblick in die Konflikte eines Landes, über das in der Weltöffentlichkeit nur wenig berichtet wird. Die Gedanken über Versöhnung sind sehr herausfordernd. So bewundernswert diese umfassende Versöhnung ist, frage ich mich, ob Menschen aus eigener Kraft überhaupt dazu fähig sind. Versöhnung wird hier als notwendige Tat im Rahmen der Menschlichkeit betrachtet, der Glaube spielt dabei keine große Rolle.

  • alexander bechthold
    2018-12-18 20:09

    Als ich das Buch anfing zu lesen, wusste ich noch nichts von Burundi. Was ist das? Eine Stadt, ein Land, ...? Jetzt weiß ist es. Burundi ist ein Binnenstaat in Ostafrika. Er grenzt im Norden an Ruanda, im Osten an Tansania und im Westen an die Demokratische Republik Kongo. Was dort seit über 4 Jahrzehnte geschieht ist furchtbar.Es leben dort zwei soziale Gruppen, die HUTU und die TUTSI. Die Hutu sind in der Überzahl, lernbegabt und fleißig. Den Tutsi fällt das Lernen sehr schwer, trotzdem dürfen sie in weiterführenden Schulen lernen und in Universitäten studieren. Wie kommt es dazu? Nachdem ein Hutu-Kind sein Abschluss in der Grundschule gemacht hat, bekommt das Tutsi-Kind sein Zeugnis. Mit dem falschen Namen lernt das Tutsi-Kind weiter, wie auch später den Beruf. Das Hutu-Kind hat keine andere Wahl als einfacher Bauer weiter zu leben und arbeiten. Ist das nicht ungerecht?!Hutu und Tutsi sind Brüder. Sie sind ein Volk. Durch die Heirat vermischen sie sich untereinander. Aber trotzdem ist der Frieden zwischen den beiden sozialen Gruppen weit in der Ferne. Sie kämpfen um Macht, wie Jakob und Esau (aus der Bibel, Altes Testament).Erzbischof Simon Ntamwana war der erste Burundi, der den Weg der Versöhnung einschlug. Er gründete ein Hilfswerk, das zum Hoffnungsanker für unzählige Menschen wurde. Mit Hilfe dieser Organisation und der Kraft Gottes gelang es vielen Opfern und Tätern aufeinander zuzugehen und um Vergebung zu bitten und der mörderischen Tat zu vergeben.Ich habe das Buch gelesen. Mehrere Mitarbeiter des Hilfswerks erzählen darin ihre Geschichte. Ihr Leid, ihr Schmerz ist für uns so unvorstellbar und doch haben diese Menschen das erleben müssen. Sie haben ihre Kinder verloren, ihre Eltern, Geschwister, Freunde, ...., die Menschen, die sie lieben. Auf einmal waren sie dem Leben grausam entrissen. Erzbischof Simon hat selbst über 100 seiner Familienmitglieder verloren. Vielleicht ist er der einzige, der noch von ihnen geblieben ist. Und trotzdem ist er in seiner Heimat (Burundi) geblieben, um den Überlebenden zu helfen, Versöhnung zu finden. Nur mit der Versöhnung kann man weiterleben.Bischof Simon stützt sich auf Gott. Und Gott gibt ihm die Kraft weiter zu machen, trotz der Lebensgefahr, der er jeden Tag ausgesetzt ist.Mir hat das Buch gefallen. Es ist gut und mit einem leichten Schreibstil geschrieben. Auch wenn die Zeugnisse sehr traurig und grausam sind, bin ich trotzdem der Autorin Angela Krumpen dankbar, dass sie das Buch geschrieben hat. Auf diese Weise erfährt man viel besser, was in der Welt geschieht. Ich kann das Buch allen empfehlen.