Read Kanzelamt – Die Predigthilfe am Puls der Zeit: 100 Bibeltexte im Dialog mit Heiden, Christen und Heidenchristen by Jan H Wanink Online

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Das Kanzelamt ist eine Denkansto fabrik f r Pfarrer, Religionslehrer und alle Menschen, denen die sonnt gliche Predigt am Herzen liegt 100 Bibeltexte werden in unsere heutige Zeit katapultiert und mit Menschen ins Gespr ch gebracht, die ansonsten wenig bis nichts mit Kirche und Glauben am Hut haben.160 junge, zumeist kirchenferne Menschen hat das Kanzelamt zu diesen Predigttexten befragt Ihre denk und fragw rdigen Antworten, ihre Fragezeichen, die sie hinter die Bibeltexte setzen, k nnen in der Predigtvorbereitung im besten Sinne des Wortes provozieren.86 Interviews mit interessanten Pers nlichkeiten konfrontieren die Bibeltexte mit den Fragen unserer Zeit So u ern die Politiker Volker Beck, Gregor Gysi und Katrin G ring Eckardt, die Kabarettisten Wilfried Schmickler und J rgen Becker oder der Physiker Thomas G rnitz ihre Gedanken, Fragen und Leseerfahrungen.Das Buch unternimmt zahllose Ausfl ge in die so unterschiedliche Wirkungsgeschichte der 100 Bibeltexte vom Verst ndnis der Kirchenv ter ber die Rezeption im 1 Weltkrieg oder im Dritten Reich bis in Philosophie und Wissenschaft sowie Theologie auch au erhalb Deutschlands Dieses Buch macht Predigten garantiert interessanter Andreas Ro , Pfarrer und Trainer Dem Volk aufs Maul geschaut und zugeh rt Diana Engel, Pastorin Es hat Spa gemacht, das Material im Unterricht einzusetzen und zu besprechen Georg Pelzer, Religionslehrer Irgendwas passt immer, wenn manchmal auch zum rgern Kathrin Schr der, Pfarrerin Ein Trialog zwischen Gott, Welt und Kirche, ber den alle drei sich freuen k nnen Dr Gerrit Jan Beuker, Pastor und Kirchengeschichtler Wer endlich mal anders an Exegese und dramatische Bibelerkl rungen ran will, sollte dieses Werk lesen, es gibt so viele wirklich neue Ideen Brigitta Henke Theel, Religionslehrerin...

Title : Kanzelamt – Die Predigthilfe am Puls der Zeit: 100 Bibeltexte im Dialog mit Heiden, Christen und Heidenchristen
Author :
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ISBN : 3896884212
ISBN13 : 978-3896884213
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : agenda M nster Auflage 1., 1 August 2010
Number of Pages : 358 Seiten
File Size : 587 KB
Status : Available For Download
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Kanzelamt – Die Predigthilfe am Puls der Zeit: 100 Bibeltexte im Dialog mit Heiden, Christen und Heidenchristen Reviews

  • Colque
    2019-03-09 05:12

    Bunte, vielfältige Lebenserfahrungen spiegelt die Bibel. So bunt und vielfältig wie Lebenserfahrungen heute sind, geht die Predigthilfe der ganz anderen Art des jungen evangelischen Theologen Wanink an die Bibel heran. Er lässt die Bibeltexte in Dialog mit den unterschiedlichsten Menschen treten, kirchenfremde und kirchengebundene Menschen unserer Zeit, Menschen der Vergangenheit und anderer Kontinente, aber beispielsweise auch Fachleute für Gefängnisse, Gehörlose, Gasthäuser und andere Themen aus der Bibel.Vieles davon ist bewusste Verfremdung oder Provokation, aber nicht alles. Manche Texte zeigen auch einfach nur, wie anders biblische Texte in unserer Gesellschaft verstanden werden (können), wenn sie außerhalb der Kirchenmauern gelesen werden. Vielfach ist der erzwungene Blick von außen auf die Texte hilfreich, nicht nur, um mögliche und absehbare Verständnisse und Missverständnisse einzuschätzen, sondern auch, um mancher Intention Jesu oder der biblischen Verfasserinnen und Verfasser auf die Spur zu kommen, die ansonsten unter einer zweitausendjährigen Wirkungsgeschichte verborgen bleiben könnten.Wanink hat die Perikopen der evangelischen Leseordnung wildfremden Menschen vorgelegt (oft im Zug) und sie gebeten, kurz ihre Meinung dazu zu sagen. Nach seiner Auskunft waren die meisten gerne dazu bereit und gaben ' oft distanziert, manchmal respektlos, meist aber ernsthaft ' eine kurze Stellungnahme dazu ab. Manche Perikopen wurden auch Schülerinnen und Schülern vorgelegt. Fast zu jeder Bibelstelle führte Wanink ein längeres Interview mit einem Experten oder einer Expertin, die aus nicht-theologischer Perspektive etwas zum Thema des Bibeltextes zu sagen hatten. Auf diese Weise kamen auch Politikerinnen und Politiker, Kabarettisten und andere Prominente in den Band. Auch YouTube und die Bildzeitung fehlen nicht. Zahlreiche Texte nichteuropäischer Autorinnen und Autoren öffnen den Blick für die Weite der Welt, der dem Prediger und der Predigerin durchaus nicht schaden wird.Darüber hinaus kommen auch (teils skurrile) Kommentare aus der Geschichte der Kirche nicht zu kurz. Neben immer wieder eingestreuten Calvinschen ('Senf aus Genf') und Lutherschen ('Futter von Luther') Texten finden sich Auszüge aus Predigten zahlreicher Epochen. Manche erhellen den Text nachhaltig; andere (beispielsweise 'deutsche' Predigten von 1933-45) lassen die Haare zu Berge stehen und erinnern daran, dass jede Predigt an ihre eigene Zeit gebunden ist.Waninks Sprache und sein Umgang mit dem Bibeltext und seiner Wirkungsgeschichte sind häufig von einer Respektlosigkeit geprägt, die selbst wieder eine wohltuende Verfremdung der 'heiligen Texte' bewirkt. Diese Sprache macht auch darauf aufmerksam, wie weltfern oftmals die gewohnte und scheinbar 'normale' Predigtsprache ist. Vieles reizt zum Widerspruch, und soll es wohl auch. Auch das dient der Predigtvorbereitung.Die einzelnen Predigthilfen sind nach der Reihenfolge der biblischen Bücher angeordnet; ein gut gegliedertes Inhaltsverzeichnis hilft, die entsprechenden Sonntagstexte zu finden. Wenn katholischen Nutzerinnen und Nutzern manches sehr schräg lutherisch, reformiert oder evangelikal vorkommen sollte, hilft es vielleicht, das eigene katholische Textverständnis zu hinterfragen. Insgesamt kann das Kanzelamt als eine Predigthilfe neben anderen helfen, bei der Predigtvorbereitung über den engen Raum des binnenkirchlichen Milieus hinauszuschauen. Auch wer keine Predigten vorzubereiten hat (oder es nicht darf), kann sich von der Textsammlung zu der Frage inspirieren lassen, was denn die Menschen außerhalb der Kirchenmauern zum Sonntagsevangelium oder allgemein zu Glaube und Kirche zu sagen haben. Deswegen ist das Buch (trotz zahlreicher leicht zu vermeidender Lektoratsfehler) allen zu empfehlen, die mit Humor und Offenheit an manchmal etwas eigenwillige Rezeptionen des biblischen Textes herangehen wollen.

  • R. Lübeck
    2019-03-02 05:06

    Das Kanzelamt versteht sich als eine Behörde zur Sicherung von Predigtqualität. Autorund 'Predigtkanzeler' Jan-Henry Wanink operiert mit echten Stempeln. Was einer erfreulich schönenVerkündigung dient, wird abgesegnet!, was dagegen blockiert, wird unerbittlich abgekanzelt! Wie aberkann ausgerechnet eine Behörde zu einer erfrischenden Auslegung des Evangeliums beitragen? BeimKanzelamt handelt sich um einen Geck, der freilich nicht nur geckig ist: Der Gestus der Behörde ist Spielund Ernst zugleich. Wanink arbeitet mit Akribie und Präzision, nur dienen diese Eigenschaften anders alsbei einem Amt dem Aufdecken des Unerwarteten.Ausgangspunkt ist das, was so gut wie alle Verkündiger wissen, aber gern verdrängen: Die Mehrheitder Menschen und auch der Predigthörer sind hilflos gegenüber einem theologisch-kirchlichen Slang,der mit banalen Besserungsappellen und Allerweltsweisheiten deprimiert. Das Kanzelamt ist einAntidepressivum, es sediert indessen nicht, sondern wirkt wie eine Zündschnur, die auf jeder der 358Seiten ein gewitztes theologisches Feuerwerk auslösen kann. Das großformatige Buch liest sich wieein Comic ' und sieht dank vieler Zitate, Interviews, Fotos und Karikaturen auch so aus. So ist diesePredigthilfe schon längst kein Geheimtipp mehr: Viele Pfarrerinnen, Pastoren, Lektoren, Lehrer undPrädikantinnen schwören auf diese Annäherung an den Predigttext, anfangs war sie als Abonnement inelektronischer Form erhältlich, nun hat Wanink das Material neu redigiert und gebündelt.Jeder der 100 Bibeltexte wird zu einem Kaleidoskop, das immer neue Formen und Farben schauen lässt.Da kommt Reinhard Mey zu Wort, dort hat wird Volker Beck vom Kanzelamt interviewt, ein paar Seitenweiter lässt sich eine Lesefrucht von Kirchenvater Augustinus pflücken und wieder an anderer Stelle wirdpassend zum Bibeltext erwähnt, dass Täuferanführer Menno Simons schließlich pazifistisch wurde. WarEzechiel Epileptiker? Das hätte vermutlich auch Goethe interessiert, der sich selbst die Gretchenfragestellt, während es an anderer Stelle unter dem Stichwort 'Skandal im Elternabendland' nüchtern heißt:Jesus war bestimmt kein Freund gemütlichen Familienlebens. Wissenschaftler aus vielen Fachrichtungenund mehreren Kontinenten steuern Gedanken bei, dazu flößen dem heutigen Leser sorgsam ausgewähltePredigtausschnitte aus zuweilen uralten Zeiten angenehm andersartige Gedanken ein. Das vielleichtschillerndste Leitmotiv sind die köstlich knappen, erschütternd unverstellten Einschätzungen vonJugendlichen.Jan-Henry Wanink scheut den Grenzgang nicht, er studierte evangelische Theologie in Münster und imniederländischen Kampen, heute arbeitet er in einer deutsch-niederländischen Unternehmensberatung.Wahrlich nicht die schlechteste Vorraussetzung, um sich dem Buch der Bücher zu nähern, das seineliterarische Kraft einer Vielzahl an Autoren zu verdanken hat, die mit Migrationshintergrund gesegnetsind. Wanink jedenfalls spekuliert erst gar nicht auf eine irgendwie cleane, in sich geschlossene oderharmonisch zu nennende Botschaft des Glaubens. Das vermeintliche Defizit eines fragmentarischenCharakters von Bibel und Leben sind für ihn notwendiger Gewinn. Diese Anstiftungen zum Glaubenverknüpfen theologisches Niveau mit einer provokativen Einfachheit. Eine Unzahl an Stimmen hat er zueinem immer neu aufblühenden wild-schöner Strauß collagiert.Dieses Buch hilft Predigern, die mit ihrem Suchen und Fragen um Gottes Willen an kein Endekommen wollen. Aber es ist noch mehr: Es handelt sich nicht nur um eine Collage, sondern es ist eineKomposition, die an Walter Kempowskis Echolot erinnert. Kempowski wie auch Wanink haben Stimmengesammelt, dann ausgewählt und zu einem sich reibenden, rumorenden Zusammenklang verknüpft. DasEntscheidende ist der Übergang von der einen zur anderen Stimme, weil er auf das unsagbar Großeverweist, angesichts dessen jeder ehrliche Prediger letztlich vielleicht nur schweigen kann. So folgtWanink dem, was Matthias Claudius laut Vorspruch des Buches einmal eine 'kühne überirdische Unruhe' genannt hat.-- Georg Magirius