Read Die ungeliebten Kinder: Endstation Heim? (Goldegg Gesellschaft) by Dagmar Wortham Online

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Gewalt, Aggression, Verwahrlosung, Hoffnungslosigkeit, Machtspiele mit Erziehern, traumatisierte Kinder, ergreifende Schicksale das alles fand die Autorin, erfahrene staatlich anerkannte Erzieherin, in Kinderheimen vor Der prominente Fall des 17j hrigen R in Krems zeugt von den Auswirkungen dieser dramatischen Entwicklungen.Sie schildert offen die oft katastrophalen Zust nde, in denen Kinder und Jugendliche aus zumeist v llig desolaten Familienverh ltnissen landen In Kinderheimen beginnt f r diese Kinder oft erst das wahre Trauma Ohne Perspektive auf ein besseres Leben, vorbildgebende Bezugspersonen und Liebe werden viele selbst gewaltt tig und straff llig.Mit Geduld, Respekt, Verst ndnis und Engagement gelang es der Autorin einen Zugang zu vielen dieser Kinder zu finden, die von Anfang im Abseits stehen Sie gab ihnen Hoffnung darauf, dass ein besseres Leben m glich ist....

Title : Die ungeliebten Kinder: Endstation Heim? (Goldegg Gesellschaft)
Author :
Rating :
ISBN : 3902729031
ISBN13 : 978-3902729033
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Goldegg Verlag Auflage 1., 28 April 2010
Number of Pages : 374 Pages
File Size : 685 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die ungeliebten Kinder: Endstation Heim? (Goldegg Gesellschaft) Reviews

  • Sebastian Mähling
    2019-02-09 00:40

    Dieses Buch war für meine Facharbeit zum staatlich anerkannten Erzieher eine sehr große Unterstützung. Ich konnte vielfältige Vergleiche mit mir bekannten Einrichtungen für Hilfen zur Erziehung führen.

  • N.A.
    2019-02-18 01:34

    Für Laien zu empfehlen. Hatte beim Lesen den Eindruck, dass die Autorin eine offene Rechnung begleichen wollte. Natürlich konnte ich auch eine positive, zutiefst empfundene Ehrlichkeit herauslesen, dass das Heimwesen nicht überall gut ist.

  • Manfred Sandau
    2019-01-28 04:35

    Dies ist ein hervorragendes und herausragendes Buch über die Wirklichkeit die Kinder in Heimen erleben müssen und es ist auch ein schonungsloser Bericht dessen, was die Pädagogin und andere Erzieherinnen erleben müssen. Welchen Zwängen sie ausgesetzt sind und wie wenig, wenn ich das aus meiner Sicht sagen darf, sie letztlich diesen Kindern mit auf den Weg geben können und das hängt, am meisten mit einem Dienstplan zusammen, der eben nur 8 Stunden gewährt. Ein Kind hat 3 Mal am Tag einen Wechsel zu verkraften und wird diese gnadenlos ausnutzen, wo es möglich ist den einen Betreuer gegen den anderen auszuspielen. Das ist Überlebenskampf!Ich habe bis zum 18. Lebensjahr in 16 verschiedenen Einrichtungen gelebt. In manchen nur ganz kurz. Es gibt überhaupt kein gutes Heim. Das mögen mir alle verzeihen, die mehrere Jahre in ein Pädagogik- Studium investiert haben. Es liegt nicht an der Pädagogik, es liegt an dem Monstrum Jugendhilfe das nicht richtig funktioniert. Unfähige Eltern brauchen Hilfe vor Ort. Die brauchen nicht ein Besser-Wisser Jugendamt und Familiengerichte die die Kinder von den leiblichen Eltern entfremden. Wo ein Kind aus der Familie genommen werden muss, weil da Gewalt und andere Traumatisierungen vorherrschen, da sollte es wann immer möglich zu einer Pflegefamilie gegeben werden. Diese Arbeit sollte aufgewertet werden. Und solange es in der Herkunftsfamilie Katastrophen, wechselnde „Onkels“ und „Väter“ gibt, sollten Umgangskontakte ausgesetzt werden.Das Wohl des Kindes besteht, aus meiner Sicht, darin dass ihm die Möglichkeit gegeben wird, neue, verlässliche Bindungserfahrungen zu machen und die macht ein Kind bei dem ständigen personellen Wechsel, den es in Heimen gibt, niemals dort.Ich habe große Hochachtung vor Familien, die sich entschließen, in einem SOS Kinderdorf oder ähnlichen Einrichtungen zu leben und zu arbeiten. Da gibt es aber sicher keinen 8 Stunden Tag und das können sicher nur Menschen machen, die ihrerseits, viel Liebe in ihrer Kindheit bekommen haben und die seelisch sehr ausgeglichen sind und stabil.Ich kann es nur noch einmal widerholen, es gibt für mich kein gutes Heim. Das kann immer nur eine vorübergehende Notlösung sein. Was mir am meisten geholfen hat, in ein normales Leben danach zu finden, was ist das schon und woran misst man das? Eine höhere Schule zu besuchen, Ausbildung zu machen und eine normale bürgerliche Existenz zu führen, das war eine kleine, sehr energische Heimleiterin, in einem Haus im Allgäu, die sich gegenüber dem Jugendamt durchsetzte und die dort vortrug: „Es kommt überhaupt nicht in Frage dass der in eine Sonderschule kommt“- dass sie an mich geglaubt hat, den Schulbesuch ermöglichte und half, Lücken zu überwinden. Das Wichtigste war, dass sie Neugier in mir weckte und mir Bücher gab, Bücher über Bücher. „Du darfst alles lesen, was es hier gibt“ und das war eine ganze Menge. Und „Kunst“, gab es in dem Haus. Viele Ölgemälde, ihres 1955, bei einem tragischen Verkehrsunfall ums Leben gekommenen Partners. In welchem Kinderheim gibt es heute Ölgemälde? Ich behaupte, diese wunderbaren Landschaftsbilder haben in meiner Seele etwas bewirkt. Der Kurator einer „Erziehungsanstalt“ in Wolfenbüttel, (die es nicht mehr gibt), schenkte mir ein Abbo für das Lessingtheater. Also wenn schon Heim, dann unter solchen kulturellen Rahmenbedingungen. Ansonsten: Nein, nein, nein.Aus dieser persönlichen Sicht empfehle ich das Buch

  • Klaus Roth
    2019-01-31 02:00

    Mit meiner Rezension will ich sowohl auf das Buch eingehen, als auch meine eigene Geschichte kurz anreißen und auf einen anderen Rezensent reagieren. Das Buch dreht sich ums Thema Heim. Es erfolgt eine kritische Bewertung des bestehenden Systems nebst Impulsen dafür, wie es besser laufen könnte und kann. Manche Fehltritte der im System tätigen Menschen sind den Strukturen geschuldet, in welchen sich die Professionellen bewegen. Manche Fehler sind jedoch auch mangelnder eigener Traumaverarbeitung und infolgedessen defizitärer Integrationsfähigkeit geschuldet. Mancher Mangel geht auch eine mangelnde eigene Bildung (oder Fortbildung) zurück. Das lässt sich leider nicht abstreiten und auch gar nicht schönreden. Die Autorin nennt die Dinge beim Namen, gibt anhand einiger Verläufe Einsichten ins Mögliche und zeigt Grenzen des Machbaren auf. Wie Sabine Bode es bei den Kriegskinder und Kriegsenkeln machte, so gründet auch hier die Autorin Dagmar Wortham ihre Darstellung (maßgeblich) auf Gespräche mit Betroffenen.Leider erscheint mir der Verlag (Goldmann) etwas ungeeignet zur Veröffentlichung eines so ernsten Buchs. Auch das Cover hat für mich etwas Reißerisches und es wird dem Buch und seinem Inhalt (aus meiner Sicht) nicht so richtig gerecht. Aber die Verlags- und Coverwahrnehmung ist auch eine Sache, die meinem ganz individuellen und persönlichen ästhetischen Empfinden geschuldet ist. Ich will sie daher nicht in die Bewertung miteinfließen lassen.Ich denke, dass manches im historischen Kontext zu sehen ist. Ich bin jetzt etwa 30 Jahre alt und 1984 geboren. Zu meiner Kindheits- und Jugendzeit hatte ich auch immer mal wieder Kontakt mit der Professionellenseite. Etwa durch einen Kuraufenthalt, Psychologen und eine Therapeutin. Bei vielem denke ich mir heute: "Oh Gott. Warum haben die so gehandelt?" oder "Warum hat man nicht X getan???". Was sich eben so einschleicht, wenn man selbst - wie ich jetzt - Fachmann geworden ist und sich bereits vor der formalen Ausbildung unglaublich viel angeeignet ist. Aber dann denke ich daran, dass sich die moderne und effektive Traumatherapie in Deutschland erst ab etwa 1999-2000 durchgesetzt hat. Und ich meine Erfahrungen vorher gemacht hatte. Dadurch sehe ich viele schlechte meiner Erfahrungen dem Zeitgeist geschuldet. Wenn auch heute noch nicht alle Psychologen und Therapeuten dadurch automatisch besser wurden, dass es allgemein gute Entwicklungen gab (Aktuellere Negativbeispiele aus der aktuelleren Vergangenheit fielen mir auch zuhauf ein).Ansonsten brachte mich vor allem die "Generative Trance" von Stephen Gilligan dahin, vieles in meinem Leben neu und anders zu bewerten. Ohne viele negative Erfahrungen in meiner Kindheit wäre ich z. B. (höchstwahrscheinlich) zwar kein oberflächlicher, aber oberflächlicherer Mensch geworden, als derjenige, der ich heute bin. Ohne eine schrecklich unglückliche Verliebtheit (1999-2014) wäre ich niemals dahin gekommen, mich selbst zu finden und zu lernen, dass ich mich nicht durch die Zuschreibungen außenstehender Personen definieren darf. Sondern etwas auch gut sein kann oder gut ist, wenn ein anderer Mensch es nicht so anerkennen und bestätigen kann. Da es eine Sache je individueller Maßstäbe ist, wie man eine spezifische Handlung oder Eigenschaft beschreibt. Ohne das mehr oder weniger extreme Versagen sämtlicher Fachleute, die ich kannte, wäre ich nicht auf die Idee gekommen, mich selbst auf den Weg zu machen und mich zu entwickeln. Ich hatte einigermaßen gute und auch sehr schlimme Erfahrungen mit Fachleuten gemacht. Wirklich mit Kompetenz und Ergebnissen konnte jedoch bisher nur ich selbst überzeugen. Mit Skills und Fachwissen, die ich mir selbst angeeignet habe (z. B. EMDR, therapeutisches Schreiben, Autosuggestion, Imaginationstechniken oder Moves aus dem Gedächtnistraining, um nur einige Beispiel zu nennen).Durch diese Umdeutung bzw. Einbettung in einen anderen Kontext kann ich heute vieles positiver betrachten. Wobei es auch bis vor ein paar Wochen dauerte, bis mir das wirklich gelang. Dies lässt sich nicht erzwingen und bedurfte (bei mir) umfangreicher selbsttherapeutischer Maßnahmen.Sonderschulen sehe ich auch nicht nur kritisch. Ich hatte selbst nie eine besucht. Bin mir aber auch nicht sicher, ob mir der Besuch einer solchen gutgetan hätte. Ich kenne Sonderschulen bzw. Schulen für geistig und körperlich beeinträchtigte Menschen aus meiner Erfahrung als Sozialarbeiter von der Innenseite. Der Personalschlüssel ist dort oft recht hoch. Dadurch, dass viele Kinder (ich drücke es mal ganz ungeschickt aus) "merkwürdig" sind oder erscheinen, fällt der Einzelne dadurch mit seiner Andersartigkeit garnicht so aus dem Rahmen (Zugegebenermaßen könnte ich meine Formulierungen erheblich geschickter wählen und würde dies in einem professionelleren Kontext wohl auch tun -> Will mich hier aber vor allem verständlich ausdrücken und stelle das über den politisch korrekten Ausdruck). Ich erlebte es, dass Kinder in einer solchen Schule zwar relativ geringfügig gefordert und strapaziert werden (Wobei Kinder oftmals durchaus ihren Fähigkeiten entsprechend betreut werden), aber die soziale Umgebung den Kindern durchaus sehr gut tat.

  • Kaminrot
    2019-02-20 05:59

    Ein Wahnsinnsbuch - wirklich unglaublich! Auf der einen Seite: schockierend was da über die Kinder geschrieben wird, auf der anderen Seite: toll, was die Autorin geschafft hat.Das Buch ist mMn eine Art "must have" für den Kinderbereich, Frau Wortham öffnet die Augen - mit berührenden Geschichten, interessanten Informationen und Handlungsbeispielen. Ein sehr gelungenes Buch, ich konnte nicht mehr aufhören, zu lesen!