Read Der Bruch: Frankreichs gespaltene Gesellschaft by Gilles Kepel Online

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Durch die franz sische Gesellschaft zieht sich ein Bruch, der sich auch in dem Zuspruch ausdr ckt, den der rechtsradikale Front National erf hrt Ma geblich dazu beigetragen hat der islamistische Terror, der in Frankreich bis jetzt 239 Opfer gefordert hat.Der Soziologe und Islamwissenschaftler Gilles Kepel analysiert seit Jahren den islamistischen Terrorismus und seine politischen und sozialen Ursachen und erl utert in seinem neuen Buch, dass es das Ziel dieser m rderischen Provokationen ist, die Gesellschaft in einen B rgerkrieg zu treiben Daf r versuchen die Dschihadisten, die franz sischen Muslime einzuspannen, die sich durch die wachsende Islamophobie in der Gesellschaft immer mehr in die Enge getrieben f hlen.Die Politiker, die mit der Bedrohung durch den Islamismus vor der anstehenden Wahl Propaganda machen, gehen damit den Terroristen in die Falle Gilles Kepel erkl rt die Zusammenh nge und pl diert f r ein Engagement der aufgekl rten B rger, sich nicht in diese falsche Konfrontation treiben zu lassen....

Title : Der Bruch: Frankreichs gespaltene Gesellschaft
Author :
Rating :
ISBN : 3956141881
ISBN13 : 978-3956141881
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : Kunstmann, A Auflage 1 8 M rz 2017
Number of Pages : 280 Seiten
File Size : 885 KB
Status : Available For Download
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Der Bruch: Frankreichs gespaltene Gesellschaft Reviews

  • Politjunkie
    2018-11-19 19:59

    Kepel analysiert klug die aktuellen Entwicklungen, Herkünfte und Bewegunggründe des islamistischen Terrors in Frankreich. Seine Expertise, auch islamisch-theoretischen Hintergrundwissen, über das der Autor verfügt, ist bestechend. Allein deshalb ist das Buch lesenswert und für alle, die über Extremismus und Radikalismus mehr erfahren wollen ein wichtiges Buch. Einzig bei den Schlussfolgerungen scheint mir seine Analyse zu festgefahren. Hier hätte ich mir etwas mehr erwartet.

  • Winfried Stanzick
    2018-11-15 16:47

    Schon in dem in Frankreich schon 2015 erschienenen und 2016 bei Kunstmann verlegten Buch „Terror in Frankreich“ hat der bekannte Soziologe Gilles Kepel vor einer Spaltung der französischen Gesellschaft gewarnt. In einer nüchternen Analyse zeigte er, dass es das erklärte Ziel der Dschihadisten ist, die Gesellschaft zu spalten und die bisher noch loyale Mehrheit der Muslime zu radikalisieren. Dies führe dann dazu, dass auch Menschen, die bisher dem Islam wohlwollend bis gleichgültig gegenüber standen, zu Gegner bzw. Feinden dieser Religion werden, rechte Bewegungen wie den Front National in Frankreich oder die AfD in Deutschland immer stärker machen und so wiederum die Begründung für immer neue Attentate und Attentäter schaffen. Ein bürgerkriegsähnliches Szenario wurde da an die Wand gemalt, das mir schon im letzten Jahr große Angst machte.In seinem neuen Buch, in dem er nach einem langen Prolog und einem Vorwort für die deutsche Ausgabe Radiointerviews dokumentiert, die er , jeweils vier oder fünf an der Zahl, in den Monaten von September 2015 bis Juli 2016 gegeben hat, verschärft er seine Analyse noch und beschreibt einen „identitären Bruch in der Gesellschaft“, ein Bruch zwischen denen die Wohlstand haben und denen, die draußen sind, den „Outsidern“. Die schlüsselt er auf:"Es gibt zwei Typen dieser Outsider: Zum einen Jugendliche mit Migrationshintergrund in den Banlieues der Großstädte, zum anderen das "weiße Frankreich" vom Land oder in den Kleinstädten. Die einen verfallen der Logik einer islamischen Parallelgesellschaft, die anderen den Rechtsextremen."Seine Thesen in "Terror in Frankreich" noch radikaler formulierend, führt Gilles Kepel aus, wie der dschihadistische Terror diese Spaltung gezielt vorantreibt. Der Aufstieg rechtsextremer islamfeindlicher Parteien gehört zum Kalkül dieses Terrors. Deren islamfeindliche Propaganda macht auch bisher unauffällige Muslime empfänglich für islamistische Propaganda.Noch mehr als im vergangenen Jahr scheint der einst so besonnene Soziologe selbst zu spalten, wenn er eine "Verschleierung des Dschihadismus in Europa (konstatiert) unter dem Vorwand, Islamophobie sei das bedeutendere soziale Phänomen".Gilles Kepel steht mittlerweile selbst auf der Todesliste des IS. Das hat ihn meiner Meinung nach zu einem werden lassen, der nicht mehr nur wissenschaftlich analysiert sondern auch ungeduldig wird:"Man wartet auf die politische Vision, die der Versuchung des Bruchs zu widerstehen vermag." Doch er will sich von den Dschihadisten nicht den Mund verbieten lassen:"Ich habe das Buch geschrieben, während die Attentate Frankreich erschütterten und ich selbst zum Tode verurteilt war. Für mich war das eine Art auf die Todesdrohung zu antworten. Weil man mich mit dem Tod bedroht, werde ich nicht schweigen. Im Gegenteil: Ich schreibe erst recht noch ein Buch."Wenn man es liest, bekommt man zunehmend den Eindruck, dass unserem Nachbarland noch sehr schwierige Zeiten bevorstehen. Entwicklungen, die ganz Europa mit nach unten ziehen könnten.

  • Peter Hünten
    2018-10-25 22:47

    Ich weiss nicht, welches Buch der Amazon-Rezensent gelesen hat, das hier vorgestellte Buch kann es eigentlich nicht sein, denn Kepel weist im gesamten Text immer wieder darauf hin, dass die Behauptung französischer Islamophobie ein Mittel der identitären islamo-linken Bewegungen in Frankreich (speziell der CCIF) ist, von islamistischen Massenmorden abzulenken und Frankreich unter dem Beifall internationaler linksliberaler Medien aus der Opferrolle in die Rolle des islamophoben Täters zu katapultieren. Schreckliches Burkiniverbot vs irgendwie verständlichen Massenmord. Kepel beschreibt, wie die andauernde Empörung dem Burkiniverbot und einem provokativen Auftritt zweier verschleierter Frauen in einem Restaurant in Tremblay gilt, die Morde aber in der kollektiven Verdrängung verschwinden. Für Kepel ist der Vorwurf der Islamophobie eines der Mittel, womit sich die identitäre islamo-linke französische Community exkulpiert und die Analyse des gewalttätigen Islamismus verweigert.