Read Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman by Lorenzo Licalzi Online

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Ein Achtzigjhriger Sein Enkel Ein Hund Und ihre Reise zurck ins Leben Pietro Rinaldi ist achtzig Jahre alt und hat lange genug gelebt, findet er, whrend er Penne allarrabbiata isst und darber nachsinnt, wie viel mehr Trost doch in Bchern liegt als in den Menschen Da platzt sein 15 jhriger Enkel in seine Welt und wagt es, der chronischen bellaunigkeit seines Grovaters Paroli zu bieten Gemeinsam mit Sid, einer furchterregenden Kreuzung aus Bernhardiner und Neufundlnder, machen sie sich auf zu einem Abenteuer on the road voller Umwege und Abschweifungen, Begegnungen mit alten Lieben und neuen Bekanntschaften Denn gerade dann, wenn du glaubst, alles gesehen zu haben, gelingt es dem Leben, dich noch einmal richtig zu berraschen Liebenswertes Roadmovie und Pldoyer frs Leben meins...

Title : Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman
Author :
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ISBN : 3961610010
ISBN13 : 978-3961610013
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Eisele Verlag Auflage 1 22 September 2017
Number of Pages : 462 Pages
File Size : 965 KB
Status : Available For Download
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Signor Rinaldi kratzt die Kurve: Roman Reviews

  • Eduard Freundlinger
    2018-10-21 18:06

    Signor Rinaldi hat mit dem Leben abgeschlossen. Er hat seinen achtzigsten Geburtstag gerade erlebt, und seine Frau um einige Jahre überlebt. Nun hat der Autor, dessen letzter Roman mit dem für ihn bezeichnenden Titel "Leckt mich doch alle am Arsch" vor zwanzig Jahren erschienen ist, das Leben so satt, wie die Penne all arrabbiata - das einzige Gericht, das er kochen kann.Als Leser folgt man dem Kauz zu Beginn beim Abwägen verschiedenster Möglichkeiten, sich sauber und unauffällig aus dem Weg zu räumen - ein ernstes Thema, aber durchaus humorvoll aufbereitet. Es klingt jedoch schon sein Wehmut durch, am Tag der Wahrheit Banalitäten wie ein Croissant und einen Espresso zu frühstücken, und mit dem Kellner zu plaudern, nun ein allerletztes Mal zu tun.Signor Rinaldi hat sich nach reiflichen Überlegungen für einen Medikamentencocktail entschieden, den es mit einem guten Tropfen hinunterzuspülen gilt. Damit hat er bereits begonnen, als es an der Tür klingelt. Etwas beschwipst öffnet er und steht seiner Tochter gegenüber, die ihn, passend zur Situation, erstmal so richtig angiftet. Er schere sich einen Dreck um seine restliche Familie, bestehend aus ihr, den aus seiner Sicht nichtsnutzigen Schwiegersohn und dem fünfzehnjährigen Enkel Diego, wirft sie ihm nicht ganz zu Unrecht vor. Auf Diego und dem Familienhund Sid müsse Signor Rinaldi nun für einige Tage aufpassen, da Tochter und Schwiegersohn wegen eines Todesfalls nach Paris reisen müssten.Also musste der Suizid erstmal um eine Woche vertagt werden. Ohne hier zu viel zu verraten zu wollen, hat man den alten Muffel mittlerweile liebgewonnen und hofft als Leser, dass es auch danach nicht so weit kommen mag. Man wird nicht enttäuscht. Wie übrigens vom gesamten Roman nicht. In der italienischen Fassung heißt der Titel "L'ultima settimana di settembre". Für mich übrigens ein schöner Zufall (oder vielleicht sogar ein kleines Zeichen), schließlich habe ich meine letzte Woche im September mit der Lektüre dieses Romans verbracht.Ein Roman ganz nach meinem Geschmack, zeigt er doch auf wunderbare Weise, wieviel sich in nur einer Woche ändern kann - manchmal ein ganzes Leben oder in diesem Fall sogar zwei. "Signor Rinaldi kratzt die Kurve" versteht es Emotionen zu berühren: Er macht nachdenklich, manchmal auch traurig, erheitert dafür an anderen Stellen, und hinterlässt einem mit dem beruhigenden Wissen, dass das Leben immer wieder schön werden kann, selbst wenn man sich das in diesem Moment nicht vorstellen kann - oder wie der Protagonist: mag.Neben der tragisch schönen Geschichte begeisterte mich die Erzählweise des Autors. Lorenzo Licalzis Schreibstil erinnert an Signor Rinaldis altes Citroen DS Pallas Cabrio: formschön, schnörkellos, luftig - und selten gesehen. Auch Luis Ruby, der Übersetzer aus dem Italienischen, muss ein Meister seines Handwerks sein.Unbedingte Empfehlung und fünf Sterne für einen außergewöhnlich gut geschriebenen und berührenden Roman.

  • milkysilvermoon
    2018-11-15 21:13

    Pietro Rinaldi ist verbittert und plant seinen Selbstmord. Mit 80 Jahren hat er genug vom Leben. In seiner Wohnung in Genua hat der ehemalige Schriftsteller schon genügend Schlaftabletten für den Suizid gehortet. Der Witwer steht kurz davor, sein Vorhaben in die Tat umzusetzen, da kommt alles anders. Denn plötzlich soll sich der chronisch übellaunige Alte um seinen 15-jährigen Enkel Diego kümmern, den er bis dato nicht besonders gut kennt. Auf die beiden wartet ein Roadtrip nach Rom in einem alten Cabrio, das von Rinaldi die „Göttin“ oder die „Glücksmaschine“ genannt wird.In dem Roman „Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ schildert Lorenzo Licalzi die tragikomische Reise eines Großvaters und seines Enkels.Meine Meinung:Der Roman umfasst 22 Kapitel und eine Art Epilog. Erzählt wird die herzerwärmende Geschichte vorwiegend aus der Sicht des grantigen Ex-Schriftstellers. Der Erzählstil ist locker und flüssig und beinhaltet an einigen Stellen Situationskomik und gelungene sprachliche Bilder.Mit Pietro Rinaldi steht ein zynischer, ziemlich eigenwilliger Charakter im Vordergrund, dem viele seiner Mitmenschen „auf den Sack gehen“, kein typischer Romanheld also. Doch schnell wird klar, dass sich unter seiner harten Schale ein weicher Kern befindet, den sein Enkel immer wieder zutage fördern kann. Pietros schwarzer Humor und seine bitterbösen Kommentare konnten mir so manches Schmunzeln entlocken. Im Gegensatz dazu steht sein durchweg sympathischer, liebenswerter Enkel. Beide zusammen bilden ein interessantes Gespann.Gut gefallen haben mir auch die unterschiedlichen Stimmungen, die der Roman transportiert. Mal macht er nachdenklich, mal ist er humorvoll, mal traurig. Eine tolle Mischung. Skurrile Situationen wechseln sich mit melancholischen Passagen ab. Immer wieder hat es die gefühlvolle Geschichte dabei geschafft, mich zu bewegen. Für Kurzweil sorgen außerdem einige überraschende Wendungen. Dennoch bleibt die Handlung durchgehend stimmig und wirkt nicht übertrieben.Ich habe den Roman in Form eines Hörbuchs als ungekürzte Lesung genossen, bei der Sprecher Erich Wittenberg seine Aufgabe sehr gut gemeistert hat.Auch das minimalistische, ansprechende Cover und der treffende Titel sind ganz nach meinem Geschmack.Mein Fazit:„Signor Rinaldi kratzt die Kurve“ von Lorenzo Licalzi ist ein gleichsam unterhaltsamer wie sehr berührender Roman, der mich in mehrfacher Hinsicht positiv überrascht hat. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.