Read O Tannenbaum (Codex Aureus 4) by Nike Leonhard Online

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Velona ist eine Dryade eines jener friedfertigen Wesen, die wenig anderes im Kopf haben, als die Bume, mit und von denen sie leben Die Bindungen zu einzelnen Bumen kann sehr eng werden So eng, dass die Dryade leidet, wenn ihr Baum Schaden nimmt und stirbt, wenn er gefllt wird Solche Seelenfreundschaften oder Symbiosen sind selten Aber auch sonst knnen Dryaden sehr wtend werden, wenn sich jemand an ihren Bumen vergreift.Wenn man, wie Velona, in einer Baumschule lebt und sich ausgerechnet in eine gutgewachsene Nordmanntanne verguckt, ist der rger vorprogrammiert.Urban Fantasy nicht nur fr die Weihnachtszeit....

Title : O Tannenbaum (Codex Aureus 4)
Author :
Rating :
ISBN : B01NCLXMCT
ISBN13 : -
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : -
Number of Pages : 592 Pages
File Size : 789 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

O Tannenbaum (Codex Aureus 4) Reviews

  • Michael Behr
    2018-11-06 15:40

    Ein Buch mit einem Tannenbaum vorne drauf, gelesen im Juni. Warum eigentlich nicht? Schließlich ist es in vielen Romanen so, dass die Figuren Weihnachten, Ostern, Sommersonnenwende, Halloween oder irgendein obskures Ritual aus einer anderen Welt feiern, während wir am Strand liegen und schwitzen.Dabei ist Velona, der Heldin dieser Geschichte, so gar nicht zum Feiern zumute. Denn Velona ist eine Dryade. Noch dazu eine sehr junge und unerfahrene Dryade. Und so kommt es für sie aus vollkommen heiteren Himmel, dass plötzlich Menschen in ihrem Zuhause auftauchen und Hand an ihren besten Freund, ihren Seelenverwandten legen.Eine Dryade, für die, die es nicht wissen, ist eine Art Baumgeist, aber keine Fee. Sie geht eine besondere Form der Symbiose mit dem Baum ein, den sie dafür erwählt hat. Sie hegt ihn und beschützt ihn und versucht, ihn immer weiter gedeihen zu lassen. Geht es ihrem Baum schlecht, geht es auch ihr schlecht. Und wenn die Verbindung zu innig wird, kann sie sogar lebensbedrohend werden.Aus dieser tiefen Bindung heraus schießt Velona auch alle Warnungen ihrer älteren Schwester in den Wind und klammert sich an den Baum, als er von den Menschen mit einem riesigen Metallungetüm aus dem Wald herausgebracht hat, in dem er gestanden hat. Sie landen in einer Art Baumgefängnis für so gut wie tote Bäume, die trotz ihrer Schwäche gefesselt werden. Ein schrecklicher Ort für die Dryade.Die Welt um sie herum ist ihr vollkommen fremd - und sie ist alleine. Zum ersten Mal in ihrem Leben hat sie keine Artgenossin um sich herum, die ihr helfen könnte. Dazu kommt die Schwäche. Mit Hilfe einer Ratte findet Velona etwas zu essen in einem nahestehenden Wald toter Bäume. Die Ratte ist es auch, die ein wenig Licht ins Dunkel dieses grauenhaften Ortes bringen kann.Die Menschen kommen bei Tag in gefährlichen Monstern, den sogenannten Stinkekisten oder auch Stinksten. Diese Wesen spucken die Menschen aus, die sich einen Baum aussuchen, der gleich darauf samt der Menschen wieder von den Stinksten gefressen werden, bevor sie davon rauschen.Und schneller, als es ihr lieb ist, gerät auch Velonas Baum ins Zentrum der Geschehnisse …Mehr muss, nein, mehr möchte ich auch gar nicht von der Geschichte verraten. Denn diese ist wirklich sehr fantasievoll und schön geschrieben - trotzdem es nicht durchweg um ein schönes Thema geht. Der Titel und die kurz angerissene Handlung verdeutlichen, denke ich, schon ganz gut, mit welchem Szenario Velona konfrontiert wird.Nike Leonhard selbst bezeichnet diesen vierten Band ihres Geschichtenzyklus "Codex Aureus" als urbane Fantasy. Mir persönlich drängte sich beim Lesen verschiedentlich ein anderes Etikett auf, das man dieser Geschichte anheften könnte: "O Tannenbaum" ist für mich ein Märchen. Ein streckenweise grimmiges Märchen, aber doch eine Erzählung, die sich auch unter den Klassikern der märchenhaften Erzählkunst nicht fehl am Platze fühlen müsste.Dafür spricht natürlich zunächst die Hauptperson selbst. Der kleine Waldgeist bringt schon für sich genommen eine Sichtweise auf die Welt in der wir leben mit, die sich stark von der unterscheidet, die wir selber aufwenden können, um uns zurecht zu finden. Dazu kommt noch eine nicht ganz unwichtige Besonderheit: Velona ist, nach den Maßstäben ihres Volkes, noch ein Kind, eine ganz unerfahrene Dryade. Das hat sie mit den Protagonisten vieler Volksmärchen gemein, deren Hauptpersonen auch Kinder oder zumindest Menschen mit einem kindlichen Gemüt sind.Der Schreibstil passt sich dieser Erzählform an. Die Begegnungen, die Velona mit Tieren und Menschen hat, werden direkt, relativ schnörkellos und auf diese Weise leicht und fließend erzählt. Die Fortschritte, welche die Dryade dabei macht, das Geschehen zu begreifen, sind logisch aneinander gereiht und - sehr wichtig, wie ich finde - so auserzählt, dass man auch dann mitfiebert, wenn aufgrund der eigenen Erfahrungen und des allgemeinen Settings eigentlich schon klar ist, was eigentlich gerade passiert.Handelt es sich nun bei "O Tannenbaum" um eine Weihnachtsgeschichte? Ja - und doch wieder nicht. Denn in der Tat geht es hier auch um Themen, die das ganze Jahr über ihre Bedeutung haben. Liebe fällt einem da als erstes Stichwort ein, denn eine bedingungslosere Liebe als die zwischen einer Dryade und ihrem Baum wird man wohl nur schwerlich finden. Aber auch andere Aspekte, die ich jetzt nicht gerne verraten möchte, kann man in dieser Geschichte entdecken.Beim Lesen schwebte mir die ganze Zeit ein Bild vor den Augen, für das ich den Begriff "Märchen" noch einmal aufgreifen möchte. Ich stelle mir vor, wie diese etwas andere Weihnachtsgeschichte auf Kinder wirken würde. Und ich kam zu dem Schluss, dass es insbesondere eine Szene gibt, die mich stutzen lässt, ob "O Tannenbaum" kindgerecht ist. Und nein, ich meine damit nicht das Ende, das im Stile vieler Märchen ein wenig ambivalent daher kommt. Stichwort: Rache.Wenn hier nur ein klein wenig entschärft würde, entstünde ein wirklich tolles Weihnachtsmärchen, das man auch kleineren Kindern erzählen kann. Vielleicht möchte die Autorin hierüber ja noch einmal nachdenken und eine entsprechende Version als Ergänzung nachschieben. Zeit wäre noch, es ist ja erst Juni.Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass ich mich auch mit diesem Teil des Codex Aureus wieder sehr gut unterhalten gefühlt habe. In Anbetracht des geringen Preises, der für diese Geschichte aufgerufen wird, sehe ich keinen Grund, nicht zum Kauf zu raten. Ich bin gespannt, was Nike Leonhard als nächstes einfallen wird!

  • wildinthestreets
    2018-11-17 16:46

    Eine kleine Überraschung ist diese Fabel, sie erzählt ohne mahnenden Finger von Freundschaft und Treue, aber auch von ohnmächtiger Wut und Verzweiflung. Im Vordergrund steht natürlich die Frage, die Velona, der Baumgeist, sich ständig selbst, und damit dem Leser stellt: Wieso feiert der Mensch mit Baumleichen? Ich war nach dem ersten Reinlesen gespannt, wie die Autorin diese Idee weiterführen würde und fürchtete mich zugegebermaßen vor einem Ökomärchen, welches von Moral und Belehrungen lebt. Doch die Dryade wirbelt die Erwartungen des Lesers ordentlich durcheinander, sie spielt gekonnt mit Vorstellungen von ebenjener Moral und Pathos und stellt allein mit ihrem Handeln viele wichtige Fragen, ohne diese direkt aussprechen zu müssen.Das Ende der Erzählung hat es in sich - Hier hält man inne; überrascht, amüsiert, verblüfft, vielleicht auch ensetzt. Im Grunde genommen ist es jedoch nichts anderes als ein Spiegel, der dem Leser vorgehalten wird.Ich bin begeistert!

  • Bordsteinprosa
    2018-10-19 20:37

    Bäume werden geliebt und bis aufs Blut geschützt. Wer sich das nicht vorstellen kann, sollte dringend dieses äußerst erfrischende und mitreißende Buch lesen. Vielleicht aber nicht gerade kurz vor Weihnachten, damit der Fluch des Baumes einen nicht nachts einholt ;)